Street Art sehen und Hebräisch lernen in Tel Aviv

Wenn ich in Urlaub fahre, dann muss auch Kunst und Kultur dabei sein. Israel bietet sich da perfekt an. Aber wer jetzt nur an religiöse Stätten und Römer und Kreuzfahrer denkt, täuscht sich gewaltig!

Tel Aviv, der Hot-Spot des Nahen Ostens, ist jung und quirlig. Vor kurzem feierte die Stadt erst ihren 100. Geburtstag. Bei meinem diesjährigen Aufenthalt wollte ich unbedingt hinter die Kulissen der Street-Art-Künstler schauen und buchte deshalb eine Führung bei Guy Sharett. Er bietet "Urban Culture Tours of Tel Aviv, combining Street Art, language and graffiti" an. Das Besondere an seinen Touren ist, dass Guy auf die Kleinigkeiten achtet und genau erklärt, warum ein hebräischer Buchstabe auf einem Graffiti verwandt wurde und welche Bedeutung das Wort mit einem anderen Buchstaben hätte. Für all dies sind natürlich keine Hebräisch-Kenntnisse erforderlich.

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Guy führte unsere kleine Gruppe durch "sein" Viertel Florentin. Ein Stadtteil der kurz vor der Gentrifizierung steht. Die ersten überregionalen Ketten stoßen an die Grenzen des Stadtteils. Noch bestimmen aber Kreative das Bild. Und zu sehen gibt es genug: Neben Tausenden von Graffitis auch viele Künstlerateliers in Garagen, Szenecafés und entspannte, gutgelaunte Menschen...

Die sehen dann etwa so aus:

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Die Tour von Guy Sharett dauert 1,5 Stunden und findet regelmäßig statt. Die Termine sind auf seiner Website www.streetwisehebrew.com zu sehen. Auf Anfrage bietet er aber auch gar nicht so teure Privattouren an anderen Tagen an.

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Zum Abschluss meine Empfehlung: Diese Tour findet man in keinem Reiseführer - und doch gehört sie zu den absoluten Highlights eines Tel Aviv-Besuchs! Viel Spaß!

© Jan Weber 2010 - 2018